Herzlich Willkommen bei der Tischtennisschule Rupinski
- Die neue Tischtennisschule in der Schweiz -
Trainingslager in China
Da in einigen Teilen der Schweiz bereits Ferien sind, habe ich mich auch auf Reisen begeben. Wie fast in jedem Jahr absolviere ich ein Trainingslager in Tonghua/China.
Von Zürich aus sind wir mit einer Maschine der Swiss nach Frankfurt geflogen. Von dort ging es mit einer A 380 der Lufthansa nach Peking. Mit dem Nachtzug fuhren wir dann weiter und erreichten nach 17 Stunden unser Ziel.

Heute habe ich mit dem Training begonnen.
In den ersten Tagen stand Schlagsicherheit und etwas Beinarbeit auf dem Programm. Vorhand-Konter, Rückhand-Konter, Vorhand-Topspin, Rückhand-Topspin und alles in Verbindung mit Beinarbeit. Mein Trainingspartner ist selber Trainer. Er trainiert hauptsächlich Erwachsene, vor allem Geschäftsleute. Mit diesen beginnt er bereits um 6.30 Uhr am Morgen.

Der Trainingsraum befindet sich in einem Gebäude, in dem sich mehrere finanzkräftige Anwohner ein Fitnessstudio und einen Trainingsraum eingerichtet haben. Im Fitnessraum befindet sich ein Tischtennistisch, im Trainingsraum zwei.
Nach 4 Tagen nun einen Tag Pause. Aber vorher habe ich noch ein Match gegen einen Bekannten gemacht, gegen den ich vor 2 Jahren noch die Fehler selber machen musste. Diesmal hat er mich mit 3:1 besiegt. Wobei die ersten beiden Sätze in der Verlängerung waren. Hier zeigt sich, dass man auch als Erwachsener noch sein Level stark steigern kann.
Ein zweites Match 2 Tage später habe ich wieder gewonnen. Allerdings sehr knapp mit 3:2.
In Tonghua sollen zurzeit 16 Trainer tätig sein. Jeder mit eigenem Trainingsraum. Einige von ihnen hauptberuflich, ein paar auch nebenberuflich. Zudem gibt es noch einige Hilfstrainer.
Zudem haben viele Behörden und viele Geschäftsleute noch ihren eigenen Tischtennisraum. Diese sind mit den besten Turniertischen und mit Turnierböden ausgelegt. Einige Spieler aus der Schweiz und aus Deutschland, die mit mir in vergangenen Jahren Trainingslager in Tonghua absolviert haben, haben schon einzelne solche Trainingsräume kennen gelernt.
In der Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Überall wird renoviert und saniert. An ganzen Häuserblocks werden die Fassaden neu gestaltet. Das Tempo ist mit europäischem Tempo nicht zu vergleichen. In nur wenigen Jahren wird die Stadt ein Schmuckstück sein. Hier ein Beispiel:

Heute habe ich den Trainer gewechselt. Der bisherige Trainer konnte mit meinem Trainingspensum nicht mehr mithalten. Zu seiner Entschuldigung muss gesagt werden, dass er täglich vor meinem Training bereits über 2 Stunden als Trainer und Trainingspartner mit den oben genannten Geschäftsleuten gespielt hat.
Jetzt trainiere ich bei dem Trainer, bei dem ich 2005 bereits mit einer Trainingsgruppe aus Luzern und aus Bayern war. Nachdem er zwischenzeitlich ein paar Jahre weg war, ist er nun wieder in Tonghua tätig - allerdings in neuen Räumen.

Sein Sohn spielt mittlerweile als Profi in Europa.
Aus seinem Club haben schon Spieler den Sprung ins Leistungszentrum nach Peking geschafft. Ein Spieler, der 2005 mit uns trainiert hat, war auch schon im Ausland.
Hier mein Trainingspartner. Bereits 2005 hat er mit uns trainiert:

Nach mehreren Tagen Intensivtraining musste ich erneut eine Pause einlegen, da mein Rücken gerade etwas Probleme bereitet. Ein paar falsche Bewegungen und schon ist es passiert. Man ist halt nicht mehr der Jüngste.
Die trainingsfreie Zeit habe ich genutzt, um ein paar Clubs zu besuchen.
Hier Bilder aus der Halle des Trainers, bei dem ich in den letzten Jahren war:

Die Spieler, die mit mir bei diesem Trainer trainiert haben, werden Veränderungen im Raum erkennen. Auf dem alten Holz/Parkettboden, wurde nun eine neue Bodenschicht verlegt. Der Boden hat eine gute Griffigkeit.
Hier ein Club in einem Fitnessstudio:

Diesen Club habe ich rein zufällig entdeckt. Hier gibt es viele ältere Hobbyspieler. Der Trainer gibt nur Einzelstunden. Für chinesische Verhältnisse ist sein Training nicht besonders gut. Am Vormittag habe ich hier einen anderen "Trainer" gesehen. Sein Niveau war noch etwas tiefer.
Die Kinder, die hier trainieren, trainieren nur in den Ferien. Sie wollen nicht intensiv die Sportart erlernen.
Hier ein Club in der Nähe meines Wohnortes:

Die Kinder in diesem Club sind schon bedeutend besser. Wie man hier sieht, findet Gruppentraining statt. Aber auch hier wird wenig auf Fehlerkorrektur geachtet. Hauptsache die Schlagsicherheit ist vorhanden.

Im Nebenraum trainieren die Erwachsenen. Die meisten dieser Hobbyspieler könnten in Deutschland in der Verbandsliga mitspielen.
Und hier der Trainingsraum in einer Jugendsportschule:

Auch an der Universität wird Tischtennis gespielt.

Der Trainer ist hier ein alter Bekannter. Er war bisher bei jedem Trainingslager, das wir bei einem der Toptrainer absolviert haben, als Sparringspartner oder Co-Trainer dabei. Jetzt trainiere ich mit ihm an der Uni.
Die Spieler, die mit mir schon in Tonghua waren, kennen ihn unter seinen Spitznamen "Wuschelkopf", "Der Lächler", "Die Blockmaschine" oder "Der Professor".

Mit dem "Professor" habe ich in den letzten Tagen hauptsächlich Beinarbeit und Spieleröffnung trainiert. Wir haben dabei weitgehend Partnertraining gemacht. Nur wenige Phasen bestanden aus Balleimertraining.
Der Professor arbeitet hier in der Lehrerausbildung. Sein Bereich ist die Ausbilung von Sportlehrern. Selber hat er erst als Student mit Tischtennis angefangen. In Deutschland könnte er wohl Oberliga oder Regionalliga spielen, in der Schweiz Nationalliga A.
Von einigen Räumen habe ich leider keine Bilder. Mal sehen, ob ich in diesem Jahr noch dazu komme, sie zu fotografieren. Allerdings werden wir in 2 Tagen Tonghua schon wieder verlassen. Wie schnell doch die Zeit vergeht.
Ich bin jetzt wieder zurück in der Schweiz und die erste Tischtennisveranstaltung ist auch schon vorbei: Ferienpass. Mal sehen, ob ich Kinder für Vereinssport Tischtennis begeistern konnte.





